Google schränkt ein, welche Apps Anrufprotokoll- und SMS-Berechtigungen anfordern dürfen

Einige der vertraulichsten Informationen auf Ihrem Smartphone sind in den Dialer- und SMS-Anwendungen gespeichert. Sie enthalten Ihre Telefonnummer, den Konversationsverlauf und die persönlichen Informationen anderer Personen in Ihrem Telefon. Das Erteilen einer App-Berechtigung für all dies sollte nicht leichtfertig erfolgen. Google aktualisiert die Google Play-Entwicklerrichtlinie, um diese Informationen zu schützen.

Apps sollen nur die Erlaubnis für das anfordern, was benötigt wird, damit die App funktioniert. Wir wissen jedoch, dass dies nicht immer der Fall ist. Jede Android-App kann um Erlaubnis bitten, auf die Telefon- und SMS-Daten eines Benutzers zuzugreifen. Eine neue Änderung in der Entwicklerrichtlinie bewirkt, dass nur die Standard-Telefon- und SMS-Apps auf die Anrufprotokolle und Nachrichten zugreifen können.

Dies ist wichtig, da dadurch der Zugriff auf jeweils nur eine oder zwei Apps beschränkt wird. Selbst wenn Sie eine App wie Facebook Messenger installiert haben, die auf SMS-Konversationen zugreifen kann, ist dies nur möglich, wenn diese als Standard festgelegt ist. Selbst wenn der Benutzer die Erlaubnis nicht zufällig an mehrere Apps abgibt, kann nur die App, die er tatsächlich verwendet, auf die Informationen zugreifen.

Google hat einen Hilfeartikel veröffentlicht, der Entwicklern hilft, Alternativen zu diesen Berechtigungen zu finden. Entwickler haben ab dem Richtlinienupdate 90 Tage Zeit, um Updates für ihre Apps zu veröffentlichen. Danach wird die aktualisierte Entwicklerrichtlinie durchgesetzt.


Quelle: Android-Entwickler-Blog