[Update: Cheetah und DO Global Respond] Eine Geschichte von zwei schattigen Apps: QuickPic ist wieder in Google Play, während ES File Explorer verschwindet

Update 1 (29.04.19 @ 12:03 ET): Sowohl Cheetah Mobile als auch DO Global haben vollständige Stellungnahmen zur Situation veröffentlicht (siehe unten).

Anfang dieses Monats wurde berichtet, dass sich eine Vielzahl von Apps des chinesischen Unternehmens DO Global an betrügerischen Aktivitäten beteiligt, Berechtigungen missbraucht und auf Anzeigen geklickt hat, ohne dass die Nutzer die Erlaubnis hatten, gefälschte Impressionen zu generieren. Als Reaktion auf diese Konten hat Google sie aus dem Google Play Store entfernt und alle Versuche, diese Apps zu monetarisieren, eingeschränkt, indem sie vom AdMob-Netzwerk ausgeschlossen wurden. Jetzt scheint einer der beliebtesten und am längsten laufenden Dateibrowser - ES File Explorer - in die repressive Aktion verstrickt zu sein und ist aus dem Play Store verschwunden.

Bis vor ein paar Jahren war ES File Explorer eine der ersten Adressen für die Verwaltung von Dateien auf Android-Geräten. Aber seitdem es an einen chinesischen Drittanbieter verkauft wurde, wurde es mit unnötigen und erzwungenen Funktionen wie einem unerwünschten Ladebildschirm, einem unerschütterlichen Strom von Anzeigen und einer beunruhigenden Sicherheitsanfälligkeit ausgestattet, die es anderen ermöglicht, Ihre Dateien zu stehlen, indem sie sich im selben Netzwerk befinden. Seitdem ist seine Popularität nur mit Benutzern gesunken, die zu anderen Alternativen wie FX File Explorer, MiXplorer oder Solid Explorer gewechselt sind.

Obwohl der ES File Explorer dem Entwickler "ES Global" zugeschrieben wurde, scheint er auf der offiziellen Website von "Du Global" aufgeführt zu sein - einer Tochtergesellschaft von DO Global, die von Google wegen Missbrauchs von App-Berechtigungen bedroht ist. Diese Entfernung scheint also im Einklang mit Googles Aktionen gegen den chinesischen Riesen zu stehen. Insbesondere wurde ES Global auch aus dem Play Store entfernt.

Vor dem Verbot hatte DO Global rund 100 Apps im Play Store, von denen die meisten nicht eindeutig darauf hinweisen, dass sie dem Entwickler gehören. Insgesamt wurden 600 Millionen Apps gemeinsam installiert. Fast die Hälfte davon wurde entfernt, und DO Global hat auch zugegeben, Unregelmäßigkeiten bei der Verwendung der AdMob-Funktionalität in seinen Apps festgestellt zu haben. Obwohl es sich um eine der abstoßendsten Aktionen gegen Entwickler in der Geschichte von Android handelt, hat es den Anschein, als würden Apps von DO Global - wie der ES File Explorer - mit den erforderlichen Anpassungen zum Play Store zurückkehren.

In ähnlicher Weise wurden bis zu acht Apps von Cheetah Mobile und seiner Tochtergesellschaft Kika aus dem Play Store geworfen, weil sie im November 2018 einen ähnlichen Werbebetrug begangen hatten. Nun wurde jedoch damit begonnen, den Play Store neu zu bevölkern. QuickPic, eine dieser berüchtigten Apps von Cheetah Mobile, wurde ebenfalls erneut im Play Store veröffentlicht, auch wenn das Unternehmen nicht sehr lautstark darüber war.

Die App weist jedoch mehrere Probleme auf, darunter Probleme mit der Videowiedergabe, Abstürzen der App und Grafikfehlern, starkem RAM-Verbrauch und Anzeigen. Die meisten der jüngsten Bewertungen für die App geben das gleiche Problem wieder, und es ist die Unfähigkeit, mit der CM-Cloud synchronisierte Medien abzurufen. Es sieht so aus, als würde es nicht mehr lange dauern, bis die Bewertung der App von 4, 6 gegen die Gegenreaktion der Nutzer stürzt.

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Update: Cheetah und DO Global Respond

Cheetah Mobile und DO Global haben Erklärungen zur Situation abgegeben.

Cheetah Mobile:

Das Unternehmen wandte sich an Android Police und stellte klar, dass QuickPic aufgrund von Klickbetrug nicht entfernt wurde. Das Unternehmen hatte einfach beschlossen, es nicht mehr warten zu wollen. Die App wurde wiederhergestellt, damit Benutzer offiziell benachrichtigt werden können, dass Dienste im Zusammenhang mit CM Cloud eingestellt werden.

DO Global:

In der vergangenen Woche haben wir eine Reihe von Medienberichten über unsere Apps erhalten. Wir verstehen den Ernst der Anschuldigungen voll und ganz. Aus diesem Grund haben wir unverzüglich eine interne Untersuchung in dieser Angelegenheit durchgeführt. Wir bedauern, Unregelmäßigkeiten bei der Verwendung von AdMob-Werbung für einige unserer Produkte festgestellt zu haben. Vor diesem Hintergrund verstehen und akzeptieren wir die Entscheidung von Google. Darüber hinaus haben wir aktiv mit ihnen zusammengearbeitet, indem wir jede beteiligte App einer gründlichen Prüfung unterzogen haben.

Wir möchten den Medien, unseren Partnern und der Öffentlichkeit für ihre Unterstützung danken. In Zukunft werden wir die einschlägigen Vorschriften strikt befolgen und weiterhin eine umfassende Überprüfung unserer Produkte durchführen. Schließlich haben wir während dieses Prozesses Missverständnisse und große Besorgnis hervorgerufen, weil wir nicht in der Lage waren, rechtzeitig zu kommunizieren und vollständige Informationen bereitzustellen. Wir entschuldigen uns aufrichtig.